Dienstag, 11. November 2014

Empfehlung der Woche - Gottes Werk & Teufels Beitrag (1999)

Ein Film wie ein Gemälde, wie ein Fluss der lyrischen Bilder. So oder so ähnlich könnte man diesen Film aus dem Jahre 1999 von Lasse Hallström beschreiben. Der Film basiert auf der gleichnamigen Literaturvorlage von John Irving, welcher auch das Drehbuch zu diesem kleinen Meisterwerk beisteuerte.

Handlung: Maine in den 1930er Jahren. Dr. Wilbur Larch betreibt ein Waisenhaus mit integrierte Geburtsklinik. Da seine leibliche Mutter ihn nicht will, bleibt der kleine Homer Wells nach seiner Geburt im Waisenhaus. Nach zwei erfolglosen Adoptionsversuchen, nimmt sich der engagierte Arzt sich Homer an und entwickelt sehr starke, väterliche Gefühle für ihn. Er bringt ihm alles bei, was er in seinem Medizinstudium gelernt hat so das aus ihm der Assistent von Dr. Larch wird, welcher Geburten und Beratungen durchführt. Abtreibungen jedoch lehnt er ab. Genau zu solch einer, reisen die schöne Candy Kendall und ihr Verlobter Wally Worthington in der Klinik an. Nach dem "erfolgreichen" Eingriff, entschliesst sich Homer, die beiden zu begleiten und ein neues Leben als Apfelpflücker auf der Plantage von Wally zu beginnen. Dr. Larch hatte jedoch andere Pläne für Homer. Er sollte sein Nachfolger in der Klinik werden, da die Förderer der Klinik ihn mittlerweile für zu alt halten. Homer findet sehr schnell Gefallen an seinem neuen Leben was unter anderem auch an der schönen Candy liegt. Homer steht alsbald also vor einer Entscheidung, einem Leben ohne größere Verantwortung oder eine Rückkehr in sein Geburtshaus, welches ihn bald dringend benötigen wird ...

Die Leistung der Schauspieler macht dieses Werk zu dem was es ohne Zweifel ist, einem der bewegendsten Filme der letzten 20 Jahre.  Michael Caine spielt die Rolle des Dr. Larch und Tobey Maguire übernimmt den Part von Homer Wells. Allein die Präsens Caines lohnt das sehen des Films! In weiteren Rollen sind Charlize Theron, Paul Rudd sowie Delroy Lindo und Erykah Badu zu sehen. Die Regie von Lasse Hallström ist in sich so stimmig, dass der gesamte Film von einer faszinierenden Leichtigkeit getragen wird, trotz der zum Teil schwierigen Geschichte.

Absolut sehenswert, ein Film der lange Zeit im Kopf bleibt und von dem man auch gar nicht will, dass er wieder raus kommt!

Bis bald ...
... euer Movie Magger!

Samstag, 8. November 2014

Film des Monats - Excision (2012)

Diesen Monat möchte ich euch einen sehr speziellen, aber nichts desto weniger hervorragenden Horror-Satire Film vorstellen. "Excision" von Richard Bates jr. aus dem Jahr 2012.

Der Film handelt von der pubertären Pauline (AnnaLynn McCord), welche, auf den ersten Blick, mit ganz normalen Teenager-Problemen zu kämpfen hat. Missverstanden von den Eltern, von Jungs weitestgehend ignoriert und äußerlich nicht gerade ein Volltreffer. Zunächst klingt das wie ein klassischer Teenie-Film, von welchen es in den letzten Jahren ja mehr als genug gab, allerdings klingt es nur so. Pauline ist getrieben von bizarren Fantasien, welche ihr eine medizinische Karriere suggerieren. Ihre Eltern sind allerdings wenig davon überzeugt und widmen sich mehr der Zukunft Pauline´s kleiner Schwester, welche an einem schweren Lungen-Leiden erkrankt ist.

Für wen diese Handlung schon langweilt, der sollte sich um so mehr den Film ansehen, denn er wird der Langeweile lügen strafen! Das hässliche Entlein, gespielt von AnnaLynn McCord (welche in Wirklichkeit alles andere als hässlich ist), spielt ihre Rolle mit einer enormen Überzeugungskraft, welche keinen Zweifel an den Motiven von Pauline lässt. Ergänzt wird das ganze mit einem sehr speziellen Cast an großartigen Schauspielern wie Traci Lords, Roger Bart oder Malcolm McDowell. 

Wer da jetzt immer noch nicht schlau daraus geworden ist, sollte sich einfach mal diesen Trailer ansehen und dann für sich selbst entscheiden, was er davon zu halten hat!

Sicher kein Film für jeden, aber das will er auch gar nicht sein!

Bis bald ...
... euer MovieMagger!

Freitag, 24. Oktober 2014

Empfehlung der Woche - The Killer Inside Me (2010)

Diese Woche möchte ich euch einen Film ans Herz legen, der leider von den allgemeinen Kritikern, meiner Meinung nach zu Unrecht, völlig zerrissen wurde. "The Killer Inside Me" von Michael Winterbottom ist sicher kein Film für einen gemütlichen Sonntag-Nachmittag, aber wer ihn zu schätzen weiß und nicht zimperlich in der Darstellung von Gewalt ist, wird ihn sicher zu schätzen wissen.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jon Thompson aus dem Jahre 1952. Besonders zu erwähnen ist auch die bemerkenswerte Zahl renommierter Schauspieler, die sich diesem Projekt angeschlossen haben. In den Hauptrollen zu sehen sind Casey Affleck, Jessica Alba, Kate Hudson sowie Simon Baker. Die Nebenrollen sind mit Stars wie Bill Pullman und Elias Koteas aber nicht minder Prominent besetzt.

Kurz zur Handlung:
Lou Ford (Casey Affleck) ist Deputy-Sheriff in einer texanischen Kleinstadt. Verbrechen gibt es dort nicht großartig zu verfolgen und deshalb, führt er ein sehr entspanntes Leben mit seiner Verlobten Amy Stanton (Kate Hudson). Texas ist ja nun nicht gerade für seine Liberalität berühmt, deshalb wird Ford zu der Prostituierten Joyce Lakeland (Jessica Alba) geschickt um sie aufzufordern, die Stadt zu verlassen. Allerdings scheint er sich in Joyce und ihre Sado-Masochistischen Liebesspiele zu verlieben, womit die Probleme immer größer für ihn werden. Aus Rache an dem Industriellen Chester Conway, welcher für den Tod von Lou´s jüngerem Bruder verantwortlich zu sein scheint, verwickelt er dessen Sohn Elmar, welcher ebenfalls ein Auge auf Joyce geworfen und mit ihr vor hat die Stadt zu verlassen, in ein vermeintliches Komplott, welches aber alles andere als erfolgreich verläuft. Erst jetzt, entpuppt sich die wahre Mentalität des harmlos wirkenden Ford, welche nach und nach immer mehr aus den Fugen gerät.

Wie gesagt, sicher kein Film für jedermann, vor allem auch wegen der sehr explizit dargestellten Gewaltszenen. Diese waren auch in der Summer dafür verantwortlich, dass der Film keinen Verleih in Deutschland fand und deshalb lediglich auf DVD und BluRay veröffentlicht wurde.

Wer auf eine guten Thriller im Noir Stil steht, sollte sich diesen Leckerbissen einmal zu gemüte führen, wer aber bereits bei dem Wort Sado-Maso Bauchschmerzen bekommt, dem wird dieser Film ganz sicher auch nicht gefallen! In diesem Sinne ...

Bis bald ...
... euer MovieMagger

Dienstag, 7. Oktober 2014

Film des Monats - Copykill (1995)

Diesen Monat möchte ich euch ein ganz besonderes Juwel ans Herz legen. "Copykill" von Jon Amiel. Meiner Meinung nach einer der besten Thriller aller Zeiten. In den Hauptrollen sind Sigourney Weaver, Holly Hunter sowie William McNamara als skrupelloser Serienkiller zu sehen.

Der Film handelt von der als Profilerin arbeitenden Psychologin Helen Hudson (Sigourney Weaver), welche nach einem traumatischen Mordversuch in ihren eigenen vier Wänden gefangen ist, da sie panische Angst davor hat, ihre Wohnung zu verlassen.
Hudson wird von der Polizei gebeten, bei einem neuen Fall beratend tätig zu werden. Die Polizisten Monahan (Holly Hunter) und Goetz (Dermot Mulroney) ermitteln in einem Fall, bei welchem der sogenannte "Copycat" Killer (William McNamara) berühmte Serienmörder nachahmt. Hudson hilft den Polizisten indem sie versucht den jeweils nächsten Mord vorauszuahnen als sie erkennen muss, dass sie selbst in diesem perfiden Spiel die Hauptrolle übernehmen soll.

Das klingt wie ein 08/15 Thriller? Absolut nicht! Die Spannung ist teilweise nervenzerreissend hoch was nicht zuletzt an dem fabelhaften Spiel der Schauspieler aber auch an einer sehr eleganten Kameraarbeit liegt. Leider gibt es von Thrillern dieser Güte nur noch sehr wenige, weshalb es umso mehr gilt, Filme wie diesen besonders hervorzuheben.

Viel Spaß beim Entdecken (oder nochmal schauen)

Bis bald ...
... euer MovieMagger

Dienstag, 30. September 2014

Spielberg, Hanks & Co. in Babelsberg

Ende diesen Jahres kehrt Hollywood wieder nach Babelsberg zurück! Das Medienboard Berlin-Brandenburg fördert mit einer halben Million Euro den neuen Agententhriller von Starregisseur Steven Spielberg.

Mit von der Partei sind Größen wie Tom Hanks, Sebastian Koch und Amy Ryan. Das Drehbuch stammt von den Coen-Brüdern, welche sich für Werke wie Fargo, A Serious Man und True Grit verantwortlich zeigen. 

Ob es auch wieder ein Casting für Statisten aus der Region geben wird, ist noch nicht bekannt.

Vielleicht sieht man Tom Hanks ja auch wieder bei einem Bummel durch Eisenhüttenstadt. Hanks ist bekennender Fan der Stadt im Osten von Brandeburg.

Vorschau - The Green Inferno (2013)

Falls ihr jetzt denken solltet, "der Typ hat ne Macke, schreibt hin Vorschau mit Produktionsjahr 2013", dann irrt ihr euch! ;-)

The Green Inferno ist der neue Film von Eli Roth, dem Macher solch illustrer Werke wir Hostel, Hostel Part II und Cabin Fever. Wem diese Filme nichts sagen, der braucht erst gar nicht weiter zu lesen, denn dann wird demjenigen auch dieser Film nicht gefallen. Eli Roth´s Filme zeichnen sich durch einen speziellen Begriff aus, dem des "Torture Porn"! Dem ist an Beschreibung eigentlich nicht viel hinzuzufügen. ;-)

Wem diese Filme allerdings gefallen, wird schon sehnsüchtig auf "The Green Inferno" warten. Dieser wurden bereits 2013 fertiggestellt und lief auch schon recht erfolgreich auf einigen Film-Festivals. Aber wie das mit den Filmen von Eli Roth so ist, tun sich die Behörden, allen voran die Deutschen, schwer mir solchen Filmen. Da verwundert es auch nicht, dass die Veröffentlichung. die für November diesen Jahres geplant war, auf Februar nächsten Jahres verschoben wurde. Bei Amazon wird diese für den 5. Februar angekündigt. Die Version soll sogar "uncut" sein, was sich allerdings auch schwer glauben lässt, wenn man weiß, um was es in dem Film geht und vor allem, welcher Film diesem Film als Vorbild diente.

"Nackt und zerfleischt" ist vielen vielleicht besser unter dem Titel "Cannibal Holocaust" bekannt. Aber wie man ihn auch nennen möchte, er ist und bleibt seit über 30 Jahren in Deutschland verboten. Wer ihn dennoch sehen möchte, muss sich wohl oder übel zu unseren Nachbarn nach Österreich bemühen, aber am besten auch gleich dort anschauen, denn sogar die Einfuhr des Films ist untersagt! Genau dieser Film dient "The Green Inferno" als Vorbild. Das mag kaum verwundern, denn er ist ebenfalls ein erklärter Lieblingsfilm von Eli Roth!

Die Handlung ist schnell erklärt, eine Gruppe von Forschern stürzt mit ihrem Flugzeug im unerforschten Dschungel ab und lernt schon bald die "Gastfreundschaft" der einheimischen Bevölkerung, welche etwas sonderbare kulinarische Vorlieben hat (zwinker, zwinker), kennen. Klingt nicht sonderlich spannend, aber diesen Film werden sich auch die wenigsten auf Grund der anspruchsvollen Geschichte ansehen!

Bleibt abzuwarten, ob es nun bei diesem Termin bleibt? Hier könnt ihr euch selbst ein Bild machen, aber natürlich werde ich euch auch auf dem laufenden halten!

Bis bald ...
... euer MovieMagger

Donnerstag, 25. September 2014

Empfehlung der Woche - Dein Weg (2010)

Nach einer kleinen krativen Pause stelle ich heute den nächsten Film der Woche vor.

Dieses mal habe ich euch einen ganz besonderen Leckerbissen rausgesucht. "Dein Weg" von Emilio Estevez aus dem Jahr 2010.

Der Film handelt von Thomas Avery, einem Augenarzt aus Amerika. Sein Sohn, Daniel, hat sich nach Frankreich aufgemacht um dort den Jacobsweg zu begehen. Nach nur einem Tag stirbt Daniel auf dem Weg, da er in ein Unwetter gerät. Um seinen Sohn "nach Hause" zu holen macht sich Thomas auf den Weg nach Frankreich. Letztlich entschließt sich Tom, gemeinsam mit seinem Sohn, den Weg nach Santiago de Compostela zu gehen. Sein Weg kreuzt sich mit anderen Pilgern, welche sich alle in einer Lebenskrise befinden und den Weg als eine Art Neuorientierung nutzen möchten.

Im ersten Moment klingt das sicher nicht nach einem herausragendem Film, doch genau das ist er! Martin Sheen, Vater von Emilio Estevez, spielt die Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben worden ist, mit einer unglaublichen Intensität und Emotionalität. 

Wenn man also keine Zeit hat den ganzen Weg zu gehen, sollte man sich unbedingt die 121 Minuten Zeit nehmen und sich auf einen ganz speziellen Weg mitnehmen lassen. Es lohnt sich!!!

Bis bald ...
... euer MovieMagger

Montag, 1. September 2014

Film des Monats - Gravity

Ein besonderes cineastisches Meisterwerk habe ich zum Film des Monats auserkoren. "Gravity" von Alfonso Cuaron aus dem Jahr 2013.

Endlich mal wieder ein richtig guter Science-Fiction Film. Das sah die Academy ähnlich und verlieh dem Film gleich ganze 7! Oscars. 

Kurz zur Hadlung: Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) und Matt Kowalski (George Clooney) sind auf einer Raummission um das Hubble-Weltraumteleskop zu reparieren. Plötzlich bekommen sie aus Houston die Meldung, das ein kaputter Satellit eine Kettenreaktion ausgelöst und somit fast alle Satelliten in erdnaher Umlaufbahn zersört worden sind. Diese Trümmerteile werden den beiden Astronauten, die sich gerade außerhalb ihres Schiffes befinden um die erforderlichen Reparaturen auszuführen, zum Verhängnis. Stone wird vom Raumschiff getrennt, woraufhin Kowalski sie retten kann. Zusammen versuchen sie dann zur ISS zu gelangen, um mit einer Sirius Kapsel wieder auf die Erde zu gelangen, doch haben sie nicht viel Zeit bis die Trümmerteile ihre Runde um die Erde gemacht haben und sie wieder bedrohen ...

Atemberaubende Bilder, grandiose Effekte und zwei noch grandiosere Hauptdarsteller sorgen dafür, dass man kaum erwarten kann, zu erfahren, ob die Mission gelingt oder nicht. Ebenfalls besonders zu erwähnen ist die geniale Filmmusik, welche von Steven Price herausragend in Scene gesetzt worden ist. 

Sicherlich ist dieser Film nichts für den satten Katastrophen, Action und Science-Fiction Fan, der nur darauf wartet, wann die nächste Zerstörung beginnt. Man muss sich auf den Film einlassen, dann wird man wirklich mitgerissen ...

Bis bald ...
... euer MovieMagger

Mittwoch, 27. August 2014

Empfehlung der Woche - RoboCop (1987)

Jetzt werdet ihr euch wahrscheinlich denken, "nen noch älteren Film hätte er jetzt ja wohl nicht aussuchen können!". Tja, der neueste Film ist es nun wirklich nicht, aber trotzdem einer der Besten! Vor allem wegen der neuen BluRay-Veröffentlichung, da diese endlich Uncut, nach Listenstreichung durch die FSK, ab 18 Jahren freigegeben, erschienen ist.

Mir geht es so, ich war immer ein riesen Fan dieses Films, nur leider läuft ja im normalen TV-Programm, übrigens auch heute immernoch, die stark gekürzte Fassung. Gerade bei diesem Film spielt die Gewalt aber eine entscheidende Rolle, da nur durch diese die satirische Wirkung des Films sich voll entfalten kann.

Die Story ist schnell erzählt: Murphy, Polizist in Detroit, wird in das schlimmste Revier der Stadt versetzt und bricht mit seiner neuen Partnerin zu einem Einsatz auf. Bei diesem wird er bestialisch ermordet. Da er die Rechte an seinem Leichnahm der Firma OCP überschrieben hat, welche die städtische Polizei leitet, wird Murphy für eine neuartige Form eines Mensch-Maschine-Hybriden ausgewählt und wird daraufhin zu RoboCop! Eigentlich sollten bei der Verwandlung alle Erinnerungen an Murphy´s Leben vor dem Tod gelöscht werden, doch nach und nach zeigt sich, dass das nicht im Sinne von OCP geschehen ist ...

Regie führte Paul Verhoeven, der ja bekannt ist für seinen etwas deftigeren Stil´s. In den Hauptrollen sind Peter Weller als RoboCop und Nancy Allen (bekannt aus Carrie) als seine Partnerin. Noch besonders hervorzuheben ist Ronny Cox als Vorstandsmitglied bei OCP, der seine Rolle perfekt verkörpert.

Schaut euch den Film an, aber natürlich nur ungeschnitten ... es lohnt sich!

Bis bald ...
... euer Movie Magger

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Mittwoch, 20. August 2014

Empfehlung der Woche - Unthinkable

Diese Woche möchte ich euch einen etwas härteren, aber nichts desto trotz sehr guten Film empfehlen. 

Carrie-Anne Moss, Samuel L. Jackson und Michael Sheen sind die Hauptbesetzung im Film von Gregor Jordan aus dem Jahr 2010. Leider wurde diesem Film nicht die Aufmerksamkeit zu Teil die er verdient hätte, da er nicht im Kino sondern nur auf BluRay/DVD veröffentlicht wurde. Vermutungen zu Folge, war dem Filmverleih das Thema, gerade für den US-amerikanischen Markt "zu heiss".

Zur Handlung: Steven Arthur Younger, gespielt von Michael Sheen, spielt einen zum Islam konvertierten Terroristen, welcher droht, drei Atombomden in den USA zu zünden, wenn seine Forderungen nicht erfüllt werden. Die FBI-Agentin Brody (Carrie-Anne Moss) sowie ihr Team, sollen Younger sowie die Bomben schnellstmöglich finden. Nicht wissend, dass Younger bereits gefunden wurde, werden sie in eine geheime Einsatzzentrale eines militärischen Geheimdienstes gebracht, in welcher sich Younger bereits befindet und mit den üblichen Standard-Foltermethoden (Waterboarding usw.) zu einer Aussage gebracht werden soll. Da dies aber nicht den gewünschten Erfolg bringt, wird H. (Samuel L. Jackson) hinzugezogen, welcher für eine nicht näher genannte regierungsnahe Organisation der Experte in Sachen Verhörmethoden und Folter ist. Brody muss sich im Verlauf immer mehr entscheiden, was ihr wichtiger ist. Ihre moralischen und rechtlichen Grundsätze oder der Schutz der Gesellschaft, dabei lotet sie ungewollt ihre eigenen Grenzen aus und muss erkennen, dass auch sie sich immer mehr dem Druck beugen muss. 

Absolut harter Tobak, aber nicht wie ihr vermuten werdet, wegen der Folterszenen, sondern vielmehr in Hinsicht auf die moralischen und ethischen Bedenken, mit welchen der Film brilliant spielt.

Nicht also unbedingt für den Familiennachmittag geeignet, aber auf jeden Fall ein Film, der jeden selbst zum Zweifeln bringt, wie weit man im Notfall gehen würde, um Menschenleben zu retten.

Unbedingt ansehen!

Bis bald ...
... euer Movie Magger

Montag, 18. August 2014

Lucy - Filmkritik

Er hat es schon wieder getan! Luc Besson hat einen neuen Kult-Film erschaffen.

Zu diesen wird "Lucy" sicher innerhalb kürzester Zeit zählen. Am Donnerstag startete der neue Film von Luc Besson, mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle, in den deutsche Kinos.

Die Story ist recht schnell erzählt. Die Studentin Lucy wird von einem Freund überrumpelt, einen geheimnisvollen Koffer in einem Hotel in Taiwan abzugeben. Der Inhalt des Koffers entpuppt sich als neuartige Droge, welche Lucy mit drei anderen, männlichen Personen, in verschiedene Länder schmuggeln soll. Der Schmuggel soll dadurch erfolgen, dass den vier "Freiwilligen" ein Beutel der Droge in den Magen implantiert wird, welcher dann später wieder entnommen werden soll. Lucx wird verwundet, der Beutel platzt und die neuartige Droge breitet sich in ihrem Körper aus und bewirkt einen rapiden Anstieg ihrer Gehirnaktivität, welche von anfänglich zehn Prozent, im Laufe des Films, auf 100 % ansteigt. Diese Entwicklung darf der Zuschauer Schritt für Schritt miterleben.

Der Film ist brilliant fotografiert, der Stil von Luc Besson ist in fast jeder Kameraeinstellung zu erkennen. Leider verliert sich der Film, vor allem gegen Ende, immer und immer mehr in philosophische Fragen, welche in epischen Bildern dargestellt werden. Teilweise entsteht daraus eine Mischung aus "2001 - Odyssee im Weltraum" und "The Tree of Life".

Wer den Film also nicht so ernst nimmt, wie er sich selbst nehmen möchte, der wird mit Sicherheit großen Spass daran haben, allen anderen ist der Film nicht zu empfehlen. Allerdings weiß ich auch selbst noch nicht, zu welcher Gruppe ich mich zähle.

Kult ist nicht immer ein brillianter Film, aber immer sehenswert!

Bis bald ...
... euer Movie Magger

Mittwoch, 13. August 2014

Rest in Peace - Robin Williams

Gestern entschloss sich einer der größten Schauspieler unserer Zeit, frühzeitig aus dem Leben zu scheiden. Robin Williams.

Robin Williams begeisterte uns alle mit seiner unvergleichen Art, ernste, aber vor allem humorvolle Rollen seinem Publikum weltweit nahe zu bringen. Sei es als ambitionierter Arzt, der Patienten mit Humor die Schmerzen versüßen wollte (Patch Adams), als Radiomoderator, der den Krieg für die Soldaten versüßen wollte (Good Morning Vietnam) oder als alte Frau, welche ihren, bzw. seinen Kindern einfach die Trennung der Eltern versüßen wollte (Mrs. Doubtfire). 

Dies sind nur wenige Beispiele, an denen wir sehen, was wir in Zukunft schmerzlich vermissen werden, denn Schauspieler seines Formats, sind leider zu selten geworden.

In diesem Sinne ...

... danke für diese wundervollen Momente.

Empfehlung der Woche - Promised Land

Heute möchte ich euch einen ganz besonderen Film empfehlen, der eure Aufmerksamkeit auf jeden Fall verdient hat. Promised Land von Gus Van Sant.

Leider ist es in unserer heutigen Zeit schwer geworden, wirklich gute Filme über wirklich interessante Themen zu finden, aber zum Glück ist es nicht unmöglich.

Vor diesem Film, sagte einem die Thematik des "Fracking" nicht wirklich viel. Hierbei handelt es sich um eine Praxis bei welcher Chemikalien gemischt mit Wasser mittels Bohrern in die Erde getrieben werden, dabei entsteht eine chemische Reaktion, welche aus dem Gestein im Boden die Gewinnung von Erdgas ermöglicht. Ich will hier sicher keinen Bericht über das Für und Wider dieser Methode schreiben, deshalb belasse ich es bei dieser kurzen, sicherlich nicht fachgerechten Erklärung.

Von diesem Fracking handelt jedenfalls der Film. Steve Butler, gespielt von Matt Damon (auch Drehbuch), arbeitet für einen großen Erdgaskonzern und ist für die Erschließung weiterer Gebiete zur Erdgasförderung zuständig. Unterstützt wird er dabei von seiner Kollegin Sue Thomason, gespielt von Frances McDormand. Ihre Arbeit an einem neuen Auftrag in einem kleinen, heruntergewirtschafteten Dorf, wird durch das Auftauchen eines Umweltaktivisten erschwert, welcher von John Krasinski gespielt wird, der, neben Matt Damon, auch für das Drehbuch verantwortlich war.

Die Story kommt sehr trocken daher, doch darf man sich davon nicht abschrecken lassen. Der Film verliert sich nicht in langweiligen, technischen Raffinessen, sondert behandelt vielmehr den Wandel des Protagonisten, der nach und nach das Ausmaß seines Handelns erkennt und versucht, sich selbst dabei nicht zu verlieren.

Das Drehbuch ist sehr stimmig geschrieben, die Regiearbeit ist hervorragend, aber allen voran ist die grandiose schauspielerische Leistung zu nennen, welche alle beteiligten Schauspieler an den Tag legen.

Wenn ihr euch also mal einen besonderen Film gönnen wollt, schaut Promised Land an,

In diesem Sinne ...

... euer Movie Magger

Mittwoch, 6. August 2014

Cloud Atlas - Der Wolkenatlas Free TV-Premiere

Der teuerste deutsche Film ist für die einen der größte Flop der deutschen Filmgeschichte, für die anderen aber, wie auch für mich, eines der größten Filmjuwele aller Zeiten.

Eine atemberaubende Reise durch sechs verschiedene Epochen die aber alle durch bestimmte Charaktere, gespielt von den gleichen Schauspielern in verschiedenen Rollen, miteinander verbunden und somit sich zu einem großen Ganzen verbinden. Klingt kompliziert? Ist es auch zum Teil, aber unglaublich interessant anzusehen.

Leider würdigt die ARD diese Produktion nicht mal annähernd so, wie sie es verdient hätte. Mittwoch nachts um viertel vor elf, vor allem wenn man bedenkt, dass die ARD Degeto den Film mitproduzierte, ist wohl kaum eine angemessene Zeit für diesen Film.

Vielleicht sollte sich die ARD, übrigens nicht zum ersten mal, Gedanken über die Programmgestaltung machen.

Wenn ihr es noch nicht getan habt, seht euch dieses Meisterwerk an und lasst euch von seiner Magie verzaubern ...