Mittwoch, 12. August 2015

"Hope Lost" (2014)

Auf den ersten Blick klingen große Hollywood Namen wie Mischa Barton, Michael Madsen und Danny Trejo natürlich immer gut, nur leider ist das auch keine Garantie für einen guten Film.

Das Drehbuch wirkt uninspiriert, die Drehorte sind, natürlich auch der Story geschuldet, mehr als billig und die schauspielerische Leistung der drei großen Namen wirkt auch eher gelangweilt. Umso besser für die eher unbekannteren Schauspieler, denn deren Leistung muss hervorgehoben werden, vorallem die der Hauptprotagonistin, Francesca Agostini, sticht hier heraus.

Das allerschlimmste an diesem Film, und das ist wirklich absurd, liegt garnicht unmittelbar in der Verantwortung der Filmemacher. Die deutsche Synchronisation ist wirklich eine der schlimmsten die ich je gehört habe. Man hat immer das Gefühl, dass die Stimme einfach nicht zu den Personen gehört die gerade sprechen und das ist ja nun wirklich der Supergau bei einem Film.

Alles in allem also ein B-Movie, welches sicher ambitioniert ist, aber leider das Thema nicht packend umsetzen konnte.

Samstag, 7. Februar 2015

Jafar Panahi - Der Regisseur der keiner sein darf

Heute wurde der neue Film von Jafar Panahi, Regisseur aus dem Iran, auf der Berlinale vorgestellt. Daran ist erst einmal nichts besonderes, doch wenn man die Umstände berücksichtigt, unter welchen der Film produziert wurde, ist es um so bemerkenswerter.

Als der wohl im Ausland bekannteste iranische Regisseur, war Jafar Panahi schon des öfteren zu Gast auf der Berlinale wie auch auf anderen großen Filmfestivals, bei welcher er sogar im Jahr 2006 für seinen Film "Offside" mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde.

Seitdem ist allerdings viel passiert! Stark verkürzt erzählt, wurde Panahi 2010, auf Grund der Beteiligung im Wahlkampf gegen Ahmadinedschad, ohne Anklage für drei Monate inhaftiert. Gegen Zahlung einer Kaution i. H. v. 200.000,- US-Dollar, wurde er wieder freigelassen.. Im darauf folgenden Prozess wurde er wegen "Propaganda gegen das System" (Meinung der Anwältin), zu sechs Jahren Haft und einem 20-jährigen Berufsverbot verurteilt.

Besonderes Aufsehen erhielt der Fall, als Dieter Kosslick, Direktor der Berlinale, den Platz der für Panahi in der Jury der Berlinale 2011 vorgesehen war, nicht neu belegte, sondern ihn für ihn frei lies, in der Hoffnung er könne doch noch anreisen. Dies war und ist, wegen eines bestehenden Ausreiseverbots, nicht möglich.

Wenn man nun die alles berücksichtig, erscheint es wirklich erstaunlich, dass sein neuer Film heute auf der Berlinale Premiere feierte. Der Film "Taxi" handelt von Jafar Panahi, welcher nun im Iran als Taxifahrer arbeitet und seinen Arbeitsalltag zu einer Art Real-Life-Doku zusammengestellt hat. Dies musste natürlich im Geheimen geschehen, da das Berufsverbot, auch unter der neuen Regierung, nicht ausgesetzt wird.

Dieser Fall zeigt wie kein anderer, was Freiheit der Kunst in der Realität bedeutet und wie hoch wir dieses Gut halten und bewahren müssen!

DER Kandidat für den Goldenen Bären 2015!

In diesem Sinne ...
,,, euer MovieMagger!

Donnerstag, 5. Februar 2015

Berlinale 2015 - Fifty Shades, Wenders und viele Promis

Es ist wieder soweit! Heute starten die 65. Internationalen Filmfestspiele von Berlin welche die Hauptstadt wieder für die nächsten zehn Tage zum Mittelpunkt der Filmwelt werden lassen.

Berlinale Palast am Potsdamer Platz


Bereits vor Beginn der Berlinale steht der erste Gewinner bereits fest! Wim Wenders erhält den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk. Außerdem wird sein filmisches Werk mit einer Hommage, bestehend aus zehn seiner Filmen, gewürdigt.

Wie üblich, ist auch dieses Jahr für jeden Filmgeschmack etwas dabei. Im Wettbewerb starten Filme wie "Queen of the Desert" von Werner Herzog, mit Nicole Kidman, James Franco und Robert Pattinson in den Hauptrollen. Ebenso schickt Jafar Panahi, weltbekannter Regisseure aus dem Iran, seinen neuen Dokumentarfilm "Taxi" ins Rennen um die glänzenden Bären. Auch aus Deutschland sind Werke vertreten, wie z. B. der neue Film von Andreas Dresen, "Als wir träumten", welcher für sehr einfühlsames deutsches Kino steht.

Eines der Highlights der Berlinale wird aber mit Sicherheit ein Film, der mit der Berlinale an sich gar nichts zu tun hat. Die Verfilmung des Bestseller-Roman´s "Fifty Shades of Grey" feiert in der Sonder-Sektion "Berlinale Special Gala" seine internationale Premiere in Berlin. Da nutzt Hollywood mal wieder die Medienpräsenz um eines ihrer Werke zu pushen, wobei dieser Film das sicher nicht nötig hätte, da der geneigte Zuschauer bzw. Leser diesen Film sowieso nicht verpassen wollen würde.

Die internationale Jury ist in diesem Jahr ebenso hoch Prominent besetzt. Präsident der Jury ist der amerikanische Star-Regisseure Darren Aronofsky, welcher mit Filmen wie "The Wrestler", "The Fighter", "Black Swan" und "Requiem for a Dream" internationale Kassenschlager, aber auch von der Kritik hoch gelobte Werke geschaffen hat. Ebenso in der Jury vertreten ist die französische Schauspielerin Audrey Tatou, welche den meisten Kino-Gängern noch mit "Die fabelhafte Welt der Amelie" in Erinnerung sein dürfte. Aus Deutschland ist Daniel Brühl in der Jury vertreten, welcher in letzter Zeit auch mehr mit internationalen Rollen auf sich aufmerksam machte.

Alles in allem verspricht dies eine sehr interessante Berlinale zu werden, bei welcher der "Goldene Bär" mit Sicherheit einem sehr anspruchsvollen und nicht all zu kommerziellen Film seine Pfote aufdrücken wird, was allerdings bei der Berlinale auch eher üblich ist.

Mein Favorit für den Hauptpreis ist Jafar Panahi, den die Berlinale schon länger liebt!

Viel Spaß beim Filme schauen ...
... euer MovieMagger!